Wenn man es wie ein kleines Update behandelt, entstehen später oft mehrere unnötige Probleme. Diese Checkliste ist als Leitfaden für TYPO3 Agenturen, Freelancer und In-House-Teams gedacht, die in langlaufenden Projekten ein hohes Maß an Planbarkeit brauchen.
Sie konzentriert sich vor allem darauf, was vor einem TYPO3 v13 Upgrade erledigt werden muss, und basiert auf realen Delivery- und Support-Erfahrungen. Ziel ist es, das Risiko zu senken, nicht eine detaillierte Anleitung zum Upgrade-Prozess zu liefern.
Für wen diese TYPO3 v13 Upgrade-Checkliste gedacht ist (und wer besser noch nicht upgraden sollte)
TYPO3 v13 wirkt sich stärker auf die Planung als auf die Umsetzung aus. Dieser Abschnitt hilft Ihnen schnell zu prüfen, ob diese Checkliste zu Ihrer Verantwortung und zur Projektrealität passt oder ob ein Upgrade zum jetzigen Zeitpunkt unnötige Risiken erzeugt.
Dieses Dokument beschreibt keine detaillierten Schritte zur Durchführung eines TYPO3 Upgrades oder zur Nutzung des TYPO3 Upgrade Wizard.
Die eigentlichen Schritte sollten erst beginnen, wenn das Team entschieden hat, welche Extensions eingesetzt werden, wie der Custom Code betroffen ist und welche Elemente in den Upgrade-Umfang aufgenommen werden.
TYPO3-Agenturen, die Client LTS Upgrades steuern
- Mehrere Client-Systeme mit unterschiedlichen technischen Ausgangslagen
- Aufwand abschätzen, bevor Timelines verbindlich zugesagt werden
- Druck, zu upgraden, ohne Editor-Workflows zu beeinträchtigen
Freelance TYPO3 Entwickler mit mehreren Installationen
- Projekte mit unklarer Ownership-Historie
- Abhängigkeit von TER und Custom Extensions
- Kaum Puffer für fehlgeschlagene Upgrade-Versuche
Inhouse TYPO3 Teams mit langen Projektlaufzeiten
- Systeme, die über mehrere Jahre durchgehend betrieben wurden
- Etablierte Prozesse für Releases und Freigaben
- Fokus auf Compliance bei gleichzeitig planbaren Projektergebnissen
Wann Sie NOCH NICHT auf TYPO3 v13 upgraden sollten
- Kernfunktionen hängen von Extensions ab, die nicht mehr weiterentwickelt oder unterstützt werden
- Große Systembereiche sind nicht sauber dokumentiert
- Es gibt bereits konkrete Pläne für größere Redesigns und umfassende Refactoring-Arbeiten
Die TYPO3 v13 Evolution: Das ist neu im neuesten LTS

TYPO3 v13 ist keine bloße Fortsetzung von v12 mit kleinen Anpassungen. Es beendet lange Deprecation-Pfade, verschärft Defaults und macht technische Schulden sichtbar, die ältere Projekte bislang oft umgehen konnten.
TYPO3 v13 LTS Umfang im Vergleich zu TYPO3 v12
Bereich | TYPO3 v12 LTS | TYPO3 v13 LTS | Upgrade-Auswirkung |
Art des Upgrades | Übergangs-LTS | Konsolidierungs-LTS | Mehr Vorbereitungsaufwand erforderlich |
Deprecated APIs | Noch vorhanden | Vollständig entfernt | Custom Code muss geprüft werden |
Extension-Toleranz | In vielen Bereichen tolerant | Strikte Kompatibilität erforderlich | Nicht gepflegte Extensions scheitern sofort |
PHP-Anforderungen | Breite Unterstützung | Enger gefasst und durchgesetzt | Environment-Updates oft notwendig |
Backend-Defaults | Stark abwärtskompatibel | Strenger und aufgeräumter | TCA und Backend-Customisations brechen |
Fluid-Rendering | Legacy-Patterns funktionieren noch | Deprecated ViewHelpers entfernt | Templates müssen angepasst werden |
Konfigurationshandling | Verzeihend | Explizit und validiert | Versteckte Fehlkonfigurationen werden sichtbar |
Upgrade-Erlebnis | Schrittweise | Strukturell | Planung zählt mehr als Umsetzung |
Entfernte APIs, Deprecated-Features und strengere Defaults sind in TYPO3 v13 keine Einzeländerungen. Sie wirken zusammen, und Probleme treten selten isoliert auf.
Warum kleines Upgrade denken zu großen Projektverzögerungen führt
Viele TYPO3 v13 Upgrades scheitern, weil die Planung noch nach Logik früherer LTS-Versionen erfolgt. Version 13 verhält sich anders und zeigt Schwachstellen deutlich früher.
- Annehmen, dass Extensions einfach weiterlaufen
Extensions, die unter v12 unauffällig waren, können APIs nutzen, die in v13 entfernt wurden. Diese Probleme treten nach dem Upgrade auf, nicht in der Planungsphase. - Custom Code unterschätzen
Custom Code kann noch kompilieren und trotzdem im Betrieb brechen, weil TYPO3 v13 an mehreren Stellen strengere Regeln durchsetzt. - Editor-Tests auslassen
Die Website kann oberflächlich funktionieren, während Editoren wichtige Funktionen verlieren. Solche Probleme fallen oft erst spät auf und führen dann zu Nacharbeit. - Alte Konfigurationsprobleme ignorieren
TYPO3 v13 prüft deutlich genauer. TypoScript oder Site-Settings, die früher toleriert wurden, können jetzt Warnungen erzeugen oder das Upgrade blockieren.
Wer TYPO3 v13 wie ein normales Update behandelt, verschiebt das Risiko in die teuerste Phase: nachdem das Upgrade bereits läuft.
So machen Sie Ihre Website bereit für TYPO3 v13

Die meisten Upgrade-Probleme bei TYPO3 Version 13 entstehen, weil Upgrades ohne klares Verständnis der Anforderungen starten. Diese Checkliste zielt darauf ab, durch frühe Tests belastbare technische Nachweise zu schaffen, damit Entwicklungsaufwand später planbarer und günstiger bleibt.
Eine saubere TYPO3-Projekt-Baseline schaffen
Für Kompatibilitätstests und verlässliche Planung braucht das System zunächst einen belastbaren Snapshot.
TYPO3-Version, PHP-Version und Environment-Inventar
Dieser Schritt definiert den exakten technischen Ausgangspunkt. Ohne diese Daten wird jede Planung unscharf.
- Exakte TYPO3 Version und Patch-Level
- Aktuelle PHP-Version und Ziel-PHP-Version für v13
- Die drei Umgebungen (lokal, Staging, Produktivsystem) unterscheiden sich oft in Details.
Schon kleine Abweichungen können später echte Probleme erzeugen und zu „nicht reproduzierbaren“ Upgrade-Issues führen.
Aktive Extensions, Site Packages und Custom Code Überblick
Wichtiger als „welche Systeme existieren“ ist, was im Produktivbetrieb tatsächlich aktiv ist.
- Abgleich, welche Extensions heute im Einsatz sind und welche inzwischen obsolet wurden
- Custom Site Packages und überschriebenes Core-Verhalten
- Aktive Extensions, die für Nutzer nicht sichtbar sind
Unbenutzte oder vergessene Komponenten sind häufige Upgrade-Blocker.
TYPO3 Extension Kompatibilitätscheck für v13
Der Upgrade-Umfang hängt wesentlich von den Extension-Anforderungen ab. Core-Funktionen sind meist gut kalkulierbar, Extension-Verhalten ist deutlich weniger vorhersehbar.
So prüfen Sie TYPO3 v13 Extension-Kompatibilität richtig
Versionsnummern allein reichen für eine Kompatibilitätsbewertung nicht aus.
- Deklarierte TYPO3 v13 Unterstützung durch den Maintainer prüfen
- Aktuelle Commits oder Release-Aktivität bewerten
- Deprecated-API-Nutzung in Custom Extensions scannen
Fehlt Kommunikation oder Aktivität, ist das ein klares Signal zur Einschätzung des Risikos.
Kostenlose TER Extensions vs gepflegte kommerzielle Extensions
- Der Unterschied liegt nicht im Preis, sondern in der Verantwortlichkeit.
- TER Extensions reagieren oft verzögert auf Core-Änderungen
- Kommerzielle Extensions definieren häufig klare Upgrade-Zeitpläne
- Langfristige Projekte brauchen vor allem planbare Wartung
Beides kann sinnvoll sein, aber das Risikoprofil unterscheidet sich deutlich.
Typische Extension-bezogene Upgrade-Fehlermuster
Bestimmte Probleme treten in vielen Projekten wiederholt auf.
- Extensions, die auf entfernten Hooks oder APIs basieren
- Versteckte Abhängigkeiten zwischen scheinbar unabhängigen Extensions
- Backend-only Extensions, die keine Operationen mehr ausführen
Wer diese Punkte nicht früh prüft, entdeckt sie oft erst spät und teuer.
Custom TYPO3 Extensions und Overrides prüfen
Custom Code ist der Punkt, an dem TYPO3 Version 13 für Teams entweder kalkulierbar oder unverhältnismäßig teuer wird.
High-Risk-Bereiche in Custom TYPO3 Code bei v13 Upgrades
Einige Komponenten sind besonders anfällig für Änderungen.
- Extbase-Controller, die veraltete Funktionen über Deprecated APIs nutzen
- Backend-Module und Custom-Logik in der FormEngine
- Entwickler nutzen Core-Class-Overrides und XCLASS, um Klassenfunktionalität zu erweitern
Wenn diese Bereiche nicht dokumentiert sind, sind Verzögerungen sehr wahrscheinlich.
Wann Refactoring sicherer ist als Quick Fixes
Temporäre Lösungen reduzieren kurzfristig Druck, erhöhen aber langfristig die Wartungskosten.
- Technische Schulden wachsen durch kurzfristige Kompatibilitäts-Patches
- Refactoring bringt den Code näher an aktuelle TYPO3-Standards
- Code-Cleanup vereinfacht zukünftige LTS-Upgrades
Gerade nach dem Release von TYPO3 v13 ist ein gezielter Cleanup oft sinnvoll.
Entscheidungspunkt: Custom Extensions aktualisieren, ersetzen oder entfernen
Jede Custom Extension sollte ihren Nutzen klar begründen.
- Aktualisieren, wenn die Business-Funktion zentral für die Organisation ist.
- Ersetzen, wenn es eine gepflegte Alternative am Markt gibt.
- Entfernen, wenn Nutzung gering ist oder der Nutzen unklar bleibt.
Diese Entscheidung reduziert den Upgrade-Umfang oft stärker als rein technische Verbesserungen.
Upgrade-Risiko vs Business Value – eine praktische Faustregel
Nicht jede Extension oder jedes Custom Feature verdient denselben Aufwand bei einem TYPO3 v13 Upgrade. Entscheiden Sie nach Business Value und langfristigen Wartungskosten, nicht nach „historischem Invest“.
Business Value | Upgrade-Aufwand | Handlung |
Hoch | Niedrig–Mittel | Aktualisieren und behalten |
Hoch | Hoch | Selektiv refactoren |
Niedrig | Hoch | Entfernen |
Niedrig | Niedrig | Verschieben oder weglassen |
Diese Matrix hilft, den Scope früh zu reduzieren. Low-Value/High-Effort-Komponenten in TYPO3 v13 mitzunehmen erhöht das Risiko, ohne Stabilität oder Editor-Workflows spürbar zu verbessern.
TYPO3 v13 Frontend und Template Upgrade Überlegungen
In TYPO3 v13 führen Frontend-Fehler selten zu harten Abstürzen. Häufiger sind es kleine Rendering-Abweichungen, die erst im Redaktionsalltag auffallen.
Fluid Template Änderungen in TYPO3 v13
TYPO3 v13 erwartet eine sauberere Nutzung von Fluid und entfernt alte, überholte Muster. Templates, die in früheren Versionen noch „durchgingen“, können jetzt fehlschlagen oder unerwartet rendern.
Veraltete ViewHelpers und Namespace-Änderungen
Alte ViewHelpers und implizite Namespaces sind nicht mehr zulässig.
- Entfernte oder umbenannte ViewHelpers brechen das Rendering.
- Implizite Namespace-Auflösung führt zu Fehlern.
- Alte Template-Logik wird beim Upgrade sichtbar.
Diese Probleme fallen leicht durch, wenn Templates nicht systematisch geprüft werden.
Custom Fluid Extensions und Rendering-Risiken
Custom ViewHelpers erhöhen die Komplexität bei Upgrades.
- Enge Kopplung an interne APIs.
- In vielen Projekten zu wenig Testabdeckung.
- Rendering-Probleme treten oft nur in seltenen Fällen auf.
Custom Fluid Code sollte früh geprüft werden, nicht erst nach Livegang.
TypoScript und Site Configuration Anpassungen
TYPO3 v13 prüft Konfigurationen strenger. Dinge, die früher toleriert wurden, erzeugen jetzt Warnungen oder führen zu Abbrüchen.
Alte TypoScript Includes und v13 Kompatibilität
Veraltete TypoScript-Muster können versteckte Risiken erzeugen.
- Überholte Includes in Site Packages
- Überschriebene Core-Defaults ohne Dokumentation
- Einstellungen über viele Dateien verteilt
Ein Cleanup reduziert Risiken und erleichtert spätere Upgrades.
Validierungsprobleme bei Site Configuration
Site Configuration ist in TYPO3 v13 weniger tolerant.
- Unvollständige oder fehlerhafte Settings scheitern schneller.
- Environment-abhängige Werte führen zu Inkonsistenzen.
- Fehler zeigen sich im Upgrade-Prozess, nicht im laufenden Betrieb.
Validierungsprobleme sind deutlich leichter vor dem Upgrade zu beheben.
Backend, Editor und Workflow-Änderungen nach dem Upgrade auf TYPO3 v13
Backend-Änderungen in TYPO3 v13 werden häufig unterschätzt. Viele Probleme stoppen das System nicht, stören aber den täglichen Redaktionsablauf und werden erst sichtbar, wenn das Upgrade als „abgeschlossen“ gilt.
TYPO3 Backend UI und wie TCA sich verhält
TYPO3 v13 setzt strengere Regeln für Backend-Konfiguration und TCA-Definitionen durch. Setups, die bisher auf „Toleranz“ gebaut haben, können jetzt zu Fehlern oder irritierendem Verhalten für Editoren führen.
Änderungen an Custom Backend Layouts und FormEngine
- Wenn Backend-Layouts oder FormEngine angepasst wurden, ist besondere Vorsicht nötig. Interne Änderungen können diese Bereiche schnell beeinträchtigen.
- Layouts können falsch wirken, Feldgruppen brechen, und Logik, die an Bedingungen hängt, greift nicht mehr. Häufig zeigt sich das nur bei bestimmten Content Types.
Permissions und Rollen nach dem Upgrade prüfen
- TYPO3 v13 macht Permission-Logik transparenter.
- Editoren verlieren möglicherweise Zugriff auf Bereiche, die zuvor verfügbar waren, oder sehen Optionen, die nicht zur Rolle passen. Rollen und Rechte sollten vor der Rückkehr in den Redaktionsbetrieb geprüft werden.
Checkliste für Tests von Editor-Workflows in TYPO3 v13
Editor-Workflows müssen praxisnah getestet werden. Reine technische Checks finden viele echte Probleme nicht.
Content erstellen, übersetzen und veröffentlichen
- Erstellen, bearbeiten, übersetzen und veröffentlichen Sie Inhalte so, wie Editoren es im Alltag tun.
- Probleme entstehen oft bei Sprachen, Workspaces oder Previews, nicht beim reinen Editieren.
Backend-Probleme finden, die keine Errors zeigen
- Manche Backend-Probleme geben keine Fehlermeldung aus.
- Buttons reagieren nicht, Felder speichern unzuverlässig, oder Aktionen scheitern still. Solche Issues sind teuer, wenn sie spät auffallen, daher besser früh im Test vor dem Release.
TYPO3 v13 Upgrade-Strategie: Environment-Setup und Scope-Entscheidungen
Ob ein TYPO3 v13 Upgrade gelingt, entscheidet sich durch Vorbereitung und konsequente Scope-Kontrolle. Environment-Setup und Feature-Entscheidungen müssen feststehen, bevor technische Arbeit beginnt.
Warum Sie TYPO3 v13 niemals direkt im Produktivsystem upgraden sollten
- Upgrades im Produktivsystem verstecken Probleme, bis ein Rollback kaum noch möglich ist.
- Konfigurationsunterschiede, Datenprobleme und Editor-Workflow-Ausfälle treten spät auf und erhöhen das Downtime-Risiko.
Empfohlenes TYPO3 v13 Upgrade-Environment-Setup
Eine dedizierte Upgrade-Umgebung ist Pflicht.
Datenbank, Dateisystem und PHP-Version-Parität
- Die Upgrade-Umgebung muss das Produktivsystem spiegeln.
- Jede Abweichung reduziert die Aussagekraft der Testergebnisse.
Rollback und Recovery-Planung
- Jedes Upgrade braucht einen klar definierten Rückweg.
- Rollback-Planung muss stehen, bevor der erste Upgrade-Schritt erfolgt.
Extension-Wert vs Upgrade-Risiko bewerten
- TYPO3 v13 erzwingt Priorisierung.
- Low-Value oder schlecht gepflegte Extensions erhöhen den Aufwand ohne klaren Nutzen.
Wann Custom TYPO3 Development nicht mehr sinnvoll ist
- Custom Code verursacht häufig versteckte Folgekosten.
- Wenn Wartungsaufwand den Business Value übersteigt, ist Entfernen meist die sicherere Option.
Wo wiederverwendbare TYPO3 Building Blocks den Upgrade-Aufwand senken
- Wiederverwendbare, gepflegte Komponenten vereinfachen LTS-Upgrades.
- Sie reduzieren Validierungsaufwand und langfristige Risiken.
Situationen, in denen Extension-basierte Lösungen die falsche Wahl sind
- Extensions passen nicht in jedes Szenario.
- Temporäre oder sehr spezifische Funktionen rechtfertigen zusätzliche Abhängigkeiten oft nicht.
Häufige TYPO3 v13 Upgrade-Fehler aus realen Projekten
Fehler | Was meist passiert | Resultierende Auswirkung |
Sich nur auf TYPO3 Core-Dokumentation verlassen | Projekt-spezifische Extensions und Custom Code werden nicht geprüft | Versteckte Breaking Changes tauchen spät auf |
Extension-Dependency-Chains unterschätzen | Eine inkompatible Extension blockiert mehrere Features | Upgrade-Scope wächst unerwartet |
Editor-Acceptance-Testing überspringen | Backend-Probleme fallen erst auf, wenn Editoren zurück sind | Produktivität sinkt nach dem Release |
Dokumentation für zukünftige LTS-Upgrades fehlt | Entscheidungen aus v13 werden nicht festgehalten | Das nächste Upgrade wird langsamer und riskanter |
Dieses Muster zeigt sich wiederkehrend in Agentur-, Freelance- und Inhouse-TYPO3-Projekten.
TYPO3 v13 Readiness-Check

Bevor Timelines oder Budgets geplant werden, prüfen Sie, ob das TYPO3 Projekt tatsächlich bereit für ein v13 Upgrade ist.
Wenn zwei oder mehr der folgenden Aussagen zutreffen, ist Vorbereitungsarbeit nötig, bevor das Upgrade startet:
- Das Projekt nutzt Custom TYPO3 Extensions, die vor TYPO3 v12 erstellt wurden
- Eine oder mehrere TER Extensions sind unmaintained oder die Ownership ist unklar
- TypoScript, Backend-Layouts oder Overrides sind schlecht dokumentiert
- Editor-Workflows wurden in letzter Zeit nicht getestet
- Frühere LTS-Upgrades erforderten unerwartete Nacharbeit oder Rollback
Projekte mit diesen Merkmalen scheitern meist nicht in der Umsetzung, sondern in späten Testphasen. Frühzeitiges Aufräumen reduziert Risiko, Aufwand und Upgrade-Verzögerungen.
Fazit
Ein Upgrade auf TYPO3 v13 LTS bedeutet nicht, eine Checkliste Punkt für Punkt abzuarbeiten. Entscheidend sind frühe, saubere Entscheidungen zu Extensions, Custom Code und Upgrade-Scope, damit die technische Umsetzung planbar bleibt.
Wenn Sie ein TYPO3 v13 Upgrade vorbereiten und Risiken senken möchten, bevor Zeit oder Budget fest zugesagt werden, nutzen Sie diese Checkliste als Basis. Prüfen Sie das System ehrlich, dokumentieren Sie Entscheidungen und beheben Sie Schwachstellen vor dem Start. Ein kontrolliertes Upgrade ist fast immer günstiger als Fehlerkorrekturen nach dem Release.
Wenn Extension-Ownership unklar ist, Legacy Custom Code dominiert oder Upgrade-Zyklen sehr lang sind, prüfen Sie die Upgrade-Readiness jetzt. Frühzeitige Klärung ist der schnellste Weg, Verzögerungen im TYPO3 Upgrade zu vermeiden.
FAQs
Ja. TYPO3 v13 LTS ist produktionsreif, wenn Extensions und Custom Code kompatibel sind. Stabilität hängt von der Vorbereitung ab, nicht vom Core.
Ein TYPO3 v13 Upgrade dauert meist von einigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Entscheidend sind Zustand und Pflege der Extensions sowie der Custom Code, nicht die reine Seitengröße.
Das kann der Fall sein. Kostenlose TER Extensions sind unkritisch, wenn sie aktiv gepflegt werden und v13-kompatibel sind. Unmaintained Extensions sind das eigentliche Risiko.
Nein. Upgrades sollten priorisiert werden, nicht erzwungen. Client-Readiness und Support-Zeitfenster sind wichtiger als die Versionsnummer.
Ja, wenn Legacy Code bereinigt wird. TYPO3 v13 erleichtert künftige LTS-Upgrades, wenn veraltete Extensions entfernt oder aktualisiert werden.
Kontakt für Projektmanagement und Teamkoordination
Mihaela Angelova
Projekt Managerin - Deutschland

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